Drei verbundene Gebäude, eine zentrale Lage in Saas-Fee. Für die Architekturplanung erfasste die HMQ AG das Hotel Europa mit 3D-Laserscanning und überführte den Bestand inklusive Umgebung in ein BIM-fähiges Modell auf LOD 1:100.
Das Hotel Europa in Saas-Fee gehört zu den prägenden Häusern im Ortskern. Es besteht aus drei miteinander verbundenen Gebäuden mit unterschiedlichen Höhen, Bauphasen und Anschlüssen. Solche gewachsenen Ensembles sind für klassische Aufmasse aufwändig. Jeder Bauteil bringt eigene Geschosshöhen, Übergänge und Anbauten mit, die einzeln dokumentiert werden müssten. Die HMQ AG, schweizweit führend in der Gebäudeaufnahme, hat das gesamte Ensemble in einem konsistenten Datensatz erfasst, samt umgebender Topografie. So liegen alle Bauteile in derselben Geometrie und im gleichen Koordinatensystem vor.
Die Erfassung erfolgte mit terrestrischem 3D-Laserscanning. Aus der Punktwolke wurde der Bestand anschliessend in ArchiCAD modelliert. Das Resultat ist ein BIM-fähiges Modell auf Detaillierungsgrad LOD 1:100, in dem die Aussenhülle aller Bauteile und die topografische Einbettung sauber abgebildet sind. Die Einrichtung des Hotels ist im Modell als vereinfachte Darstellung geführt, sodass sich die Planungsteams auf Tragstruktur, Hülle und Anschlüsse fokussieren können. Beauftragt wurde die Aufnahme durch das Architekturbüro mls architekten sia ag, das die Daten als Grundlage für die weitere Planung einsetzt.
Daniel Kägi, Bereichsleiter Gebäudeaufnahme HMQ AG: «Das Hotel Europa ist nicht ein einzelnes Haus, sondern ein über Jahrzehnte gewachsenes Ensemble aus mehreren Bauteilen mit unterschiedlichen Höhen und Anschlüssen. Mit einem BIM-fähigen Modell auf LOD 1:100 sehen die Architekten alle Bauteile und die topografische Einbettung an einem Ort. Das macht Sanierungsvarianten vergleichbar und verkürzt die Planungsphase deutlich.»
Saas-Fee zeigt exemplarisch, was viele Schweizer Tourismusorte erleben. Der Hotelbestand konsolidiert sich, Erneuerungen und Repositionierungen rücken stärker ins Zentrum als Neubauten. Investitionen fliessen heute in die Modernisierung bestehender Häuser, in energetische Sanierungen und in das Schliessen baulicher Lücken zwischen verbundenen Bauteilen. Wer einen historisch gewachsenen Bestand modernisieren oder erweitern will, braucht zuerst eine konsistente, planungsfähige Bestandsdokumentation. Die Praxis des Scan-to-BIM-Workflows bei Hotelkomplexen hat HMQ in zahlreichen Schweizer Häusern aufgebaut. Dazu zählen The Dolder Grand und das Hotel Baur au Lac in Zürich, das Hotel Belvedere in Grindelwald, das Hotel Esplanade in Minusio sowie das Parkhotel Beau-Site in Zermatt.
Das Projektvideo zeigt die Bewegung durch das BIM-Modell des Hotels mit umgebender Landschaft. Sind Sie an einer ähnlichen Bestandsaufnahme bei einem mehrteiligen Gebäudekomplex interessiert? Sprechen Sie mit unserem Team Gebäudeaufnahme.